In diesem Jahr konnte das RaMa einen Schüler für die JuniorAkademie in Kaiserslautern empfehlen. Nicht immer können alle Bewerbungen einen Platz erhalten. Linus Demme aus der Klasse 9c nahm für das RaMa an dieser teil.
„Zugang zu den Akademien haben Schülerinnen und Schüler, die eine weit überdurchschnittliche intellektuelle Befähigung sowie eine ausgeprägte Leistungsmotivation und Anstrengungsbereitschaft bereits gezeigt und unter Beweis gestellt haben. Die besondere Befähigung und Motivation müssen nachgewiesen werden.“ Layes-Engels, Rita (2004): Juniorkademie/Deutsche Schülerakademie. (online abgerufen von Homepage: Bildung.rlp.de https://bildung.rlp.de/begabtenfoerderung/begabungsbuero/foerderung/enrichment/-zusatzangebote/akademien Stand 1.11.2025)
Ein Auszug aus der Berichterstattung von Linus Demme, Klasse 9c

Hallo, mein Name ist Linus Demme. Ich gehe in die 9. Klasse und hatte die Ehre, im Sommer 2025 an der gemeinsamen Juniorakademie des Saarlandes und von Rheinland-Pfalz teilzunehmen. In diesem Jahr fand die Akademie am Heinrich-Heine-Gymnasium in Kaiserslautern statt. Dafür möchte ich noch einmal ein riesiges Dankeschön an Frau Legscha richten, die mich darüber informiert und mich anschließend auch vorgeschlagen hat.
Die zwei Wochen auf dem Gelände des Heinrich-Heine-Gymnasiums waren geprägt von spannenden und interessanten Kurseinheiten, sportlichen und musikalischen Aktivitäten sowie jeder Menge Spaß mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Vorbereitungszeit auf die Akademie
Doch bevor die Akademie überhaupt begann, gab es bereits einige Dinge in der Vorbereitung zu erledigen. Ganz oben auf der Liste stand dabei die Kurswahl. Denn bei jeder Akademie gibt es vier unterschiedliche Kursangebote. Diese werden in einer E-Mail von den jeweiligen Kursleitern vorgestellt, und man erhält eine kurze Einführung in die Themen. Anschließend heißt es, sich für einen Kurs zu entscheiden, wobei man sich bei seiner Wahl sicher und wohl fühlen sollte, da man sich schließlich zwei Wochen intensiv damit beschäftigen wird.
In der Juniorakademie 2025 standen folgende Kurse zur Auswahl: Kryptologie und Codierungstheorie, Physik der Sonne, Kunst und Ästhetik sowie Internationale Beziehungen.
Mir ist die Wahl ehrlicherweise ziemlich schwergefallen, da ich alle Themen – bis auf den Kunstkurs – sehr interessant und anregend fand. Letztendlich habe ich mich jedoch für den Kurs Physik der Sonne entschieden, da mich dieses Thema etwas mehr fasziniert hat. Glücklicherweise habe ich auch diesen Kurs bekommen.
Ein paar Wochen vor den Sommerferien fand – in meinem Fall digital – ein Vorbereitungstreffen statt. Dieses Treffen wurde nicht mit allen Teilnehmenden durchgeführt, sondern nur innerhalb des jeweiligen Kurses. Es diente dazu, dass man sich untereinander kennenlernen konnte und bereits erste Einblicke in das Kursthema bekam.
Bei uns stellte sich jeder mithilfe eines selbst ausgefüllten Steckbriefs vor und berichtete über Hobbys, Schule und weitere Interessen. Außerdem veranstalteten wir ein Pub-Quiz zum Sonnensystem und zur Raumfahrt. Dabei überlegten wir gemeinsam, welche Alltagsgegenstände man den Planeten zuordnen könnte und mit welchem Radius man Kreise auf einer Landkarte um Kaiserslautern ziehen müsste, damit die Abstände der Planeten in einem bestimmten Maßstab der Realität entsprachen. Zwischendurch schaute auch die Akademieleitung vorbei und stellte sich vor. Zum Schluss bekam unser Kurs die Aufgabe, für die Akademie eine Präsentation über eine persönliche Leidenschaft zu erstellen.
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Der Tagesablauf und die KüAs
Der erste richtige Tag verlief so wie die meisten während der gesamten Akademiezeit. Los ging es immer mit dem Frühstück um halb acht. Eine Stunde später folgte das sogenannte Plenum. Dort wurde täglich mit einem kleinen Warm-up begonnen, zum Beispiel mit einem kurzen Spiel zur Lockerung. Anschließend wurden anonyme Informationen aus dem Leben der Akademie- oder Kursleiter vorgestellt, und man versuchte, durch geschicktes Fragen im Laufe des Tages die richtige Antwort herauszufinden.
Daneben wurden die KüAs für den jeweiligen Tag vorgestellt. Das sind kursübergreifende Angebote, die – wie ich fand – immer sehr abwechslungsreich waren und teilweise auch von uns selbst gestaltet werden konnten. Das bedeutete, dass man, wenn man Lust hatte, selbst eine KüA anbieten konnte.
Dabei konnte man zwischen verschiedenen Angeboten wählen: Entweder man machte etwas Sportliches wie Joggen, Fußball, Federball, Workout, Tischtennis, Basketball oder Volleyball, oder man war musikalisch aktiv, sang im Chor, spielte mit seinem Instrument im Orchester und probte für das Abschlusskonzert. Doch das war bei Weitem nicht alles. Wenn einen diese Angebote nicht ansprachen, bestand auch die Möglichkeit, Werwolf oder Schach zu spielen. Außerdem gehörten Handlettering und entspanntes Malen ebenfalls zum Programm.
Im Anschluss daran gingen wir bis zum Mittagessen um 12:15 Uhr in unsere Kurse. Bis 14 Uhr war anschließend Mittagspause, die ich gerne nutzte, um mit meinen neuen Freunden Tischtennis oder Ultimate Frisbee zu spielen. Danach begannen die ersten KüAs.
Nach zwei Stunden KüAs gab es eine halbstündige Obst- und Kuchenpause, deren Angebot von Tag zu Tag variierte. Um 16:30 Uhr ging es dann wieder mit dem Kurs weiter bis 18:45 Uhr, denn dann gab es Abendessen. Dieses dauerte bis 20 Uhr, und danach war erneut KüA-Zeit, bevor um halb elf Bettruhe war.
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Der Kurs Physik der Sonne
In meinem Kurs Physik der Sonne arbeiteten wir uns vom Kern, in dem die Energiegewinnung durch Kernfusion stattfindet, bis nach außen vor. Durch den Mantel der Sonne wird die Wärme zunächst in Form von Strahlung und später durch Konvektion an die Oberfläche transportiert. Gleichzeitig untersuchten wir – auch mithilfe von Experimenten – die Entstehung des Magnetfeldes der Sonne.
An der Oberfläche angekommen, setzten wir uns mit dem Lichtspektrum und den Sonnenflecken auseinander. Jenseits der Oberfläche betrachteten wir die Entstehung von Sonnenwinden und Sonnenstürmen. Außerdem wollten wir herausfinden, welche Auswirkungen diese auf die Erde haben und auf welche Weise sie miteinander interagieren.
Persönlich fand ich es besonders cool, dass wir neben dem eigentlichen Kursthema auch Zeit hatten, unsere weiteren Interessen genauer unter die Lupe zu nehmen. So lernten wir beispielsweise auch etwas über Schwarze Löcher und Wurmlöcher. Auch Elementarteilchen spielten eine große Rolle.
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Fazit
Allgemein bin ich sehr dankbar und froh, dass ich diese großartige Zeit erleben und die einmalige Erfahrung einer Juniorakademie machen durfte. Diese zwei Wochen waren geprägt von so viel Spaß, Freude und großartigen Erinnerungen mit all den anderen Teilnehmenden. Zudem lernte ich schnell viele neue und gute Freunde kennen, durch die die Akademiezeit noch besonderer wurde, da wir gemeinsam so viele tolle Momente erleben konnten.
Deshalb möchte ich es auch jedem ans Herz legen: Wenn ihr die Möglichkeit oder Chance habt, an einer Juniorakademie teilzunehmen, nutzt sie unbedingt. Es ist wirklich eine einmalige Erfahrung, die man nicht verpassen sollte.
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