MINT ist ein zusammenfassender Begriff für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Während die Mathematik und die naturwissenschaftlichen Fächer gemäß der Stundentafel eigene Unterrichtsfächer sind, findet die Schulung in Informatik und Technik in diese Fächer integriert oder in Form von Arbeitsgemeinschaften statt.

Mathematik wird in allen Jahrgängen als Hauptfach unterrichtet, in der Oberstufe belegen die Schülerinnen und Schüler je nach Interesse und Leistungsfähigkeit das Fach als Grundkurs oder Leistungskurs. Um dem breiten Leistungsspektrum schon ab Klasse 5 gerecht zu werden, bieten wir den Schülerinnen und Schülern verschiedene Möglichkeiten: während die Einen ihr Potenzial bei verschiedenen Wettbewerben (Känguru der Mathematik, Mathe ohne Grenzen, Mathematik-Olympiade) abrufen und ausbauen können, profitieren die Anderen von Förder-AGs, Nachhilfe durch ältere Schüler/innen oder durch Fördermaßnahmen im laufenden Unterricht.

Im Laufe der Schuljahre gewinnt auch der Einsatz des Computer-Raumes oder der iPads zunehmend an Bedeutung, so lassen sich mathematische Sachverhalte mit Tabellenkalkulationsprogrammen oder GeoGebra leicht veranschaulichen.

Gut ausgestattete, modernisierte Fachräume ermöglichen uns in den Naturwissenschaften einen hohen Anteil an Schüleraktivität in Arbeitsphasen, was die Kompetenzorientierung unseres Unterrichts unterstreicht. Schon im Nawi-Unterricht in Klasse 5 und 6 – hier werden die drei Fächer Biologie, Physik und Chemie in einem Fach bei einer Lehrkraft vereint – lernen die Schülerinnen und Schüler die Grundlagen der naturwissenschaftlichen Arbeit durch Beobachten und angeleitetes sowie eigenständiges Experimentieren. Viele dieser Unterrichtsprojekte in der Orientierungsstufe bleiben nachhaltig in Erinnerung, so kann fast jeder Oberstufenschüler noch vom Bau eines TetraPak-Fahrzeug berichten oder von den Schwierigkeiten, alle Zimmer der Modellwohnung mit Licht und funktionierenden Schaltern zu versorgen. Auch das Herstellen einer mehr oder weniger leckeren Limonade bleibt sehr eindrucksvoll im Gedächtnis.

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Ab Klasse 7 teilen sich die Naturwissenschaften in die einzelnen Fachdisziplinen auf. Gemäß des Lehrplans  werden, wie aus Nawi gewohnt, die einzelnen Fachinhalte in kontextorientierten Themenfeldern unterrichtet. Mit dem Übertritt in die Oberstufe wählen die Schülerinnen und Schüler ihre Leistungskurse. Vielleicht ist es nicht selbstverständlich, dass wir als altsprachliches Gymnasium in allen drei Naturwissenschaften jedes Jahr Leistungskurse anbieten. Für sehr viele Schülerinnen und Schüler ist die Wahl der Leistungskurse auch richtungsweisend für den späteren Berufswunsch. Ob Medizin, Umwelttechnik oder Ingenieurswissenschaften, die Ehemaligen melden im Laufe des Studiums oft zurück, wie wichtig der in der Schule belegte naturwissenschaftliche Leistungskurs war und wie gut sie (oft im Gegensatz zu Mitstudenten) mit den Anforderungen an den Hochschulen zurecht kommen.

Viele Schülerinnen und Schüler sammeln bereits in der Sekundarstufe I Erfahrungen in verschiedenen Wettbewerben (Schüler experimentieren, Landeswettbewerbe Chemie und Physik, Dechemax, ScienceOlympiaden, Weltretter Wettbewerb sowie diverse weitere Umwelt- und Naturprojekte) und erzielen dabei alleine, in der Gruppe oder mit der gesamten Klasse achtenswerte Erfolge. Das im Latein- und Griechisch-Unterricht erworbene analytische Denken und Arbeiten ist also auch für das Forschen in den Naturwissenschaften hilfreich.

Die Arbeit an den Wettbewerben oder eigenen Projekten erfolgt teilweise auch in Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag, hier kommen dann auch die Informatik und die Technik zum Zuge. Auch im Ganztagsschul-Bereich sind die Naturwissenschaften mit diversen AGs vertreten, was es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, die Zeit am Nachmittag gemäß ihren Interessen zu verbringen.

Besonderes Engagement im MINT-Bereich kann am Ende der Jahrgangsstufe 10 mit dem MINT-Zertifikat bescheinigt werden.

Zahlreiche Kooperationen und außerschulische Projekte mit verschiedenen Institutionen an der Uni Mainz (z.B. Institut für Genetik, Didaktik der Biologie, NatLab-Schülerlabor, Grüne Schule und weitere), mit der Uniklinik Mainz (Sommeruni Biomedizin, Praktika während des Wirtschaftspraktikums der Jahrgangsstufe 11) sowie dem Max-Planck-Institut und dem Haus der Astronomie in Heidelberg runden den modernen naturwissenschaftlichen Unterricht ab und erweitern den Horizont unserer Schülerinnen und Schülern ebenso wie Exkursion zum Mathematikum und zum Liebig-Museum in Gießen (siehe Galerie unten).