Die geschichtsinteressierten Schülerinnen und Schüler des Rabanus-Maurus-Gymnasiums haben sich in der 29. Ausschreibung des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten erfolgreich mit dem Thema „Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte“ auseinandergesetzt. Die Schülerinnen und Schüler stellten sich nicht nur historischen, sondern auch eigenen und methodischen Grenzen. In einer intensiven Spurensuche, die Archivbesuche, Zeitzeugengespräche und gründliche Recherchen einschloss, erarbeiteten sie vielfältige Beitragsformen. 

Landespreisverleihung im rheinland-pfälzischen Landtag

Die Schülerinnen der 6. bis 8. Klasse, Anna Emilia Schaad, Anni Schreiner, Charlotte Schiedermair, Gloria Figuera, Greta Wagner, Greta Wiedmaier, Jara Wipplinger, Julie Hilgert, Karlotta Kistenpfennig, Mathilda Schiedermair, Mia Müller, Paula Schröder und Yasmin Belhad, erhielten für ihr kreatives Geschichtsprojekt, das Theaterstück „Zeitreise zum Limes“ einen Landessieg sowie den Preis für den besten Gruppenbeitrag. Die Auszeichnung ist mit 1000 Euro dotiert. Begleitet und unterstützt wurden die Schülerinnen von ihrer Tutorin Frau Lembrick.

Auch die Geschwister Lina Kalden (8. Klasse) und Ben Kalden (6. Klasse) wurden für ihr Projekt über die Ereignisse von 1968 und deren Einfluss auf das Bildungssystem, insbesondere auf unsere eigene Schule, mit einem Förderpreis geehrt. Betreut wurden sie dabei von ihrem Tutor Herrn Matter.

Veronika Schwarz (Jahrgangsstufe 12) beschäftigte sich intensiv mit dem Nachlass ihres Urgroßvaters und untersuchte dessen Entscheidungen zur Zeit des Nationalsozialismus, geprägt von seinem christlichen Glauben. Für diese beeindruckende historische Arbeit, die von Herrn Ostendorf und Frau Brandts begleitet wurde, erhielt auch sie einen Landessieg.

Durch die motivierte und engagierte Schülerschaft konnte das RaMa seine bewährte Tradition fortsetzen und erneut den Titel „Landesbeste Schule“ erreichen. Die Preisverleihung fand im Plenarsaal des rheinland-pfälzischen Landtags statt, wo die Schülerinnen und Schüler ihre Auszeichnungen feierlich entgegennehmen durften.

Bundespreisverleihung in Berlin

Anlässlich des Titels „Landesbeste Schule“ folgte eine Einladung zur Bundespreisverleihung im Schloss Bellevue, die von Lina Kalden, Veronika Schwarz und Frau Brandts für die Schulgemeinschaft wahrgenommen wurde. Neben einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm mit Sightseeing erlebten die Teilnehmenden einen besonderen Abend im Theater im Delphi mit einer grandiosen Vorstellung.

Bei der festlichen Bundespreisverleihung hob Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hervor, wie wichtig historisches Wissen und ein kritischer Umgang mit Informationen gerade in der heutigen Zeit sind. Er warnte vor zunehmenden Versuchen, Geschichte politisch zu verzerren und bestärkte die jungen Preisträgerinnen und Preisträger in ihrem Engagement für eine offene und reflektierte Erinnerungskultur. Die engagierte Beteiligung am Geschichtswettbewerb der RaMa-Schülerschaft zeigt, dass ihnen diese Verantwortung bewusst ist.

(c) Körber-Stiftung / David Ausserhofer

Julia Brandts für die Fachschaft Geschichte


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