Samstag, 05.09.26 – Eine Gruppe neugieriger Viertklässler scharrt sich auf dem 117er Ehrenhof um die Statue des Rabanus Maurus, von deren Sockel aus sie ihr „dux touristicus“ auf Latein begrüßt. Zur Erleichterung der Kinder, die das zwar faszinierend, aber scheinbar auch leicht verwirrend finden, wechselt er dann doch wieder ins Deutsche. Was hat sich da an diesem Samstagvormittag vor unserer Schule zugetragen?

Das RaMa ist ein altsprachliches Gymnasium, also lernen wir alle Latein ab Klasse 5. Um Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 4 Lust auf diese tolle Sprache und die Welt der alten Römer zu machen, bieten wir zur ersten Orientierung für potentiell angehende Fünftklässler einen Römerspaziergang an. Dabei waren diesmal Herr Hoffmann in leitender Rolle, Frau Böres-Stopp, unser neuer Schulleiter Herr Michol und zur Unterstützung zwei Schülerinnen aus dem 13er Latein-LK. Die Tour umfasste mehrere Stationen wie den Dativius Victor Bogen, Reste einer römischen Heizungsanlage, der spätrömischen Stadtmauer auf dem Kästrich, den Drususstein (- von den Kindern nicht ganz so respektvoll als „Felsklops“ betitelt -) und schließlich das römische Theater. Dabei lernten die Kinder viel über die Bedeutung des Rheins als Handels- und Verkehrsstraße, über die militärisch-strategisch Rolle, die Moguntiacum (Mainz) für die Römer spielte, und über das Leben der Menschen hier bei uns in römischer Zeit. Außerdem schlüpften sie in die Rolle antiker Detektive und stellten wilde Vermutungen über Intrigen im Kaiserhaus an. Kleine Rollenspiele kamen durch die Fantasie der Kinder, der keine historisch-realistischen Grenzen gesetzt schienen, auf dem Weg auch nicht zu kurz. So hatten alle Beteiligten ihre Freude an dem gemeinsamen Ausflug.

Wir danken den beteiligten Lehrkräften und den begleitenden Schülerinnen, auch für die Erstellung des Berichtes.

Kategorien: Altsprachlich