Religion und Ethik

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Evangelische Religion

Die Fachschaft evangelische Religion bemüht sich gemäß ihrem kirchlichen Auftrag, den Schülern die Inhalte des christlichen Glaubens nahe zu bringen. Im Interesse der Eltern soll die besondere Ausrichtung der eigenen Konfession verständlich gemacht werden. Die familiären Glaubensformen werden damit auch in der Schule weitergegeben.

Der Staat gibt in der Schule ausdrücklich Raum dafür, dass die Schüler

  • im Verstehen des eigenen Glaubens / der eigenen Konfession / der religiösen Sprache
  • im Erlernen, Auseinandersetzen und Verstehen anderer Konfessionen (im Sinne der Ökumene)
  • und anderer Religionen

religiöse Fragestellungen artikulieren und zu einer diskursiven Antwortfindung gelangen, sodass jeder Schüler zu einer persönlichen Positionierung unter Achtung anderer Sichtweisen gelangt.

Dem Fachbereich ist dabei der Austausch innerhalb der Fächergruppe evangelische Religion, katholische Religion und Ethik wichtig. Die Fachkollegen dieser Fächer-Gruppe treffen sich einmal im Jahr zu einem Wochenende auf dem Jakobsberg, um sich über Inhalte, Methoden, neue altersadäquate Themen, anstehende Probleme, fächerübergreifendes Lernen u.a.m. auszutauschen. Aus dieser Zusammenarbeit sind z.B. folgende Arbeiten oder Projekte entstanden:

  • Fächerübergreifend: Der Besuch des KZs Struthhof in Natzweiler (Elsaß) in der 10. Klasse (Thema 3.Reich / Kirche im 3.Reich im Unterricht).
  • Jahrgangsübergreifendes Projekt: Trialog der Kulturen (5.-8. Klasse) (thematisiert Christentum / Judentum / Islam – Gemeinsamkeiten / Unterschiede).

Methodisch wurden zuletzt verschiedene Formen von Feedback im Unterricht besonders in den Blick genommen.

Das Ziel des Evangelischen Religionsunterrichts ist die Bildung von Identität und Verständigung. Diese zwei Pole weisen darauf hin, dass der einzelne eine Verwurzelung braucht, die ihm Lebens- und Entscheidungssicherheit gibt. Eine dieser Wurzeln kann der christliche Glaube sein. Diese Sicherheit gibt Offenheit für Verständigung, die weder fundamentalistisch vernagelt, noch relativistisch beliebig ist. Die Haltung der ev. Religionslehrer/innen ist daher nicht religionsneutral, sondern religionsoffen. Religion ist dabei keine Privatsache, sondern ein offen und öffentlich zu behandelnder Sachverhalt von gesellschaftlicher Bedeutung.

Stand: Januar 2018 | Britta Mönnig-Lacoste, StR'

 

 

Die Lutherrose

Katholische Religion

Religionsunterricht ist Sprachunterricht
"Alle Religionen der Welt sprechen eine symbolische und metaphorische Sprache. So sehr sie sich voneinander unterscheiden mögen, in ihren Geschichten und mythischen Bildern, in allen Legenden und Metaphern sind sie untereinander verwandt. Wenn heute noch dem Menschen der Mythos anstelle einer evolutiven Welttheorie geboten wird, muss er diesen Mythos ablehnen - es sei denn, er könnte ihn als Mythos verstehen. Das Problem besteht nicht darin, dass Religionen in Mythen und Legenden, Symbolen und Metaphern reden, sondern in der Unfähigkeit, diese Sprache in ihrer gattungsspezifischen Form zu erfassen. Das Verhältnis zu den Schätzen archaischer Kultur, zu den Zeugnissen alter und heutiger Religionen und auch das Verhältnis zu den biblischen und christlichen Glaubensüberlieferungen hängt an dieser Sprachbildung."
(Hubertus Halbfas)

 Fachschaft Katholische Religion
Wir teilen mit Hubertus Halbfas den religionspädagogischen Ansatz, dass Religionsunterricht im Kern Sprachunterricht ist. Religiöse Phänomene in ihrer besonderen Eigenart wahrnehmen und deuten zu können, ist eine Schlüsselkompetenz, die wir im Unterricht vermitteln.
Ausgehend vom biblischen Glauben fördern wir bei unseren Schülerinnen und Schüler die Kompetenz, den Dialog mit anderen Weltanschauungen und Religionen führen zu können. Als altsprachliche Schule nehmen wir dabei insbesondere auch die Mythen der klassischen Antike in den Blick.
In jährlich stattfindenden Fachschaftswochenenden verständigen wir uns untereinander und mit den Fächern Evangelische Religion und Ethik über Möglichkeiten der überkonfessionellen Kooperation, wie z.B. gemeinsame Projekttage, Museumsbesuche oder Besuche von Gedenkstätten.
Inhaltlich erarbeiten wir mit unseren Schülerinnen und Schülern ein strukturiertes und aufbauendes Grundwissen, das in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 in einem fortlaufend geführten Portfolio dokumentiert wird. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Thema Kirchengeschichte.
Wir arbeiten mit der Schulseelsorge eng zusammen, indem wir uns z.B. an der Gestaltung von Schulgottesdiensten beteiligen.


Stand: August 2018 | Elmar Middendorf, StD

Portfolio zu Rabanus