Bundesweiter Wettbewerb „Francomusiques“

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Musikwettbewerb in Französisch

3. Platz beim bundesweiten Wettbewerb „Francomusiques“

mit eigenem französischen Song „Tu as le choix" (Schülertext)

Innerhalb eines Monats als ganzer Kurs einen fremdsprachlichen Song inklusive Video kreieren? Ist das überhaupt möglich? Wir, der Leistungskurs 12FR1 von Frau Holzhäuser, haben dies innerhalb des letzten Januars geschafft. Als uns Frau Holzhäuser vom Wettbewerb „Francomusiques" erzählte, bei dem man als Gruppe ein selbst komponiertes französisches Lied mit Video einreichen sollte, war unsere Motivation geweckt. Durch das Glück, musikalisch begabte Schüler in unserem Kurs zu haben, wurde die Grundmelodie schon innerhalb der Weihnachtsferien komponiert. Mit Beginn des Unterrichts nach den Weihnachtsferien widmeten wir uns in unseren Französischstunden nun also nicht mehr unserem Französischbuch oder einer Lektüre, sondern arbeiteten an unserem Lied. Mit unserem Thema „Tu as le choix" („Du hast die Wahl"), welches an unsere vorherige Lektüre „Huis clos" von Sartre angelehnt ist, wollten wir einerseits die Freiheit jedes einzelnen Menschen ausdrücken, das zu tun, was er oder sie für das Richtige hält und andererseits auch die Schwierigkeit der vielen Entscheidungen betonen, die man jeden Tag treffen muss. Nachdem dieses Thema also entschieden war, arbeiteten wir in Gruppen. Ein Chor und eine Band entstanden, die sich auch oft außerhalb der Schule zu Probeterminen trafen. Den Text erarbeiteten wir ebenfalls in kleineren Gruppen. Nach ein paar musikalischen und sprachtechnischen Proben, bei denen uns Frau Xhonneux half, nahmen wir die Musik und den Text mit Max Hering und Herrn Lorenz auf. Die letzte Januarwoche brach an, (31. Januar war Einsendeschluss!) und wir mussten noch das Video drehen. Nach reichlichen Überlegungen drehten wir also unter Leitung von Christian Gottas am Zeugnistag bei eisiger Kälte unser Video. Dann wurde es noch geschnitten – und am vorletzten Tag hielten wir unser eigenes Lied mit Video in Händen!

In der Woche nach den Osterferien hatten wir keinen Französischunterricht, so dass uns Frau Holzhäuser leider nicht selbst mitteilen konnte, dass es unser Lied bundesweit von insgesamt 89 Einsendungen auf einen der ersten drei Plätze geschafft hatte. In einer Vertretungsstunde fiel Frau Furrer diese angenehme Aufgabe zu und wir mussten uns nun auf sechs Personen aus unserem Kurs einigen, die zur Preisverleihung nach Düsseldorf reisen durften. Am 6. Mai stiegen sechs motivierte und neugierige Kursmitglieder (darunter unser Komponist Moritz Hofmann), Frau Holzhäuser und Frau Xhonneux in einen Zug am Mainzer Hauptbahnhof. Nach einer chaotischen Zugfahrt gelang uns ein pünktliches Ankommen in Düsseldorf leider nicht und so hatten wir nur Zeit unsere Koffer im Hotel abzustellen und in das ZAKK-Studio, in welchem die Preisverleihung stattfand, zu eilen. Diese begann mit Verzögerung, was unsere Spannung noch weiter steigerte und wir begannen, unsere Konkurrenz zu mustern. Nicht enttäuscht, sondern stolz auf unsere Leistung, nahmen wir die 400 Euro, die mit dem dritten Platz verbunden waren, entgegen. Den zweiten Platz belegte eine 8. Klasse aus Hamburg, die ihr Lied ihrer Partnerstadt Marseille gewidmet hatte und der erste Platz ging an einen Kurs aus Berlin, dessen Lied von der Erhöhung des Dönerpreises in ihrer Stadt („Le prix du kébab") handelt. Nach der Preisverleihung nahmen wir an einem Soundcheck der französischen Band „Tryo" teil, die uns nur aus dem Unterricht bekannt war, aber, wie wir später bei einem ausverkauften Konzert bemerkten, in Frankreich seit vielen Jahren sehr berühmt ist. Zwischen diesem Konzert, welches auch Teil unseres Preises war, und dem Soundcheck hatten wir die Gelegenheit, unsere Fragen an drei sehr sympathische Bandmitglieder zu stellen. Bei diesem „meet and greed" kam unser geschrumpfter Kurs nicht darum herum, den Refrain unseres Liedes zu singen. Nach dem Konzert verriet uns unsere Laudatorin, eine französische Sängerin, dass wir in ihren Augen die Sieger des Wettbewerbs seien. Schon als sie während der Preisverleihung ihre Laudatio gehalten hatte, war uns ihre Begeisterung für unser Lied aufgefallen und man hatte ihr angemerkt, dass sie sich sowohl mit dem Inhalt als auch unserer musikalischen Umsetzung gründlich auseinandergesetzt hatte. Nach dem Frühstück am nächsten Tag und einigen sonnigen Stunden auf der Königsallee und am Rheinufer fuhren wir in das an diesem Tag sehr graue und regnerische Mainz zurück.

Ganz herzlich bedanken wollen wir uns bei Anne Xhonneux, Ulrich Lorenz, Christian Gottas und Tanja Holzhäuser!

Stand: Juni 2013 | Julie Verzola und Lisa Frey, 12Fr1

 

 

Initiatoren von FrancoMusiques:

Institut français in Deutschland

Zu den wichtigsten Vertretungsaufgaben der Französischen Botschaft gehört zweifellos die Förderung französischer Kultur in Deutschland. So befindet sich die Kulturabteilung der Botschaft an der Spitze eines umfangreichen Netzwerks, das aus den Französischen Instituten, den deutsch-französischen Kulturzentren, den kulturellen Zweigstellen, den spezialisierten Büros (für Bildende Kunst, Film, Literatur, Musik und Theater und Tanz), den französischen Gymnasien, den deutsch-französischen Schulen, sowie einer Universität und Forschungszentren besteht. Jeder dieser Akteure arbeitet eng mit deutschen Partnern zusammen, so wie es die „Attachés de coopération pour le français" etwa mit den schulischen Bildungsanstalten der verschiedenen Länder machen.

www.institutfrancais.de

Bilder zur Enstehung des Videos

Zu Beginn: Arbeit mit Papier
Die Aufnahmen
Zusammenschneiden
Der Französisch-Leistungskurs