Die Internationale Chemie-Olympiade (IChO) am RaMa

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Was ist die Internationale Chemie-Olympiade?
Die Internationale Chemie-Olympiade (IChO) ist ein Wettbewerb, in dem Schülerinnen und Schüler ihre Leistungen bei der Bearbeitung theoretischer und experimenteller Aufgaben aus dem Bereich der Chemie miteinander messen. Jeder Teilnehmerstaat entsendet eine Mannschaft, die aus maximal vier Schülerinnen und Schülern besteht.
Die IChO ist die älteste der sogenannten Wissenschaftsolympiaden. Sie wurde auf dem Höhepunkt des kalten Krieges 1968 von der damaligen Tschechoslowakei ins Leben gerufen („Prager Frühling“), um eine internationale Begegnung von Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen. In den ersten Jahren nahmen überwiegend Ostblock-Länder teil, doch änderte sich dies rasch. So wurde die IChO – wie die Sport-Olympiade, allerdings für Schüler und tatsächliche Amateure – ein Völker verbindendes Ereignis. Inzwischen existieren auch für andere Schulfächer internationale Olympiaden.

Das deutsche Auswahlverfahren für die Internationale Chemie-Olympiade
In Deutschland sind alle Schülerinnen und Schüler allgemeinbildender Schulen teilnahmeberechtigt, die das 20. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Das Auswahlverfahren erstreckt sich über insgesamt vier Runden.
In der ersten (Juli – September) und zweiten Runde (Oktober – Dezember) werden theoretische Aufgaben gestellt und von den Schülerinnen und Schülern zuhause bearbeitet. Sie dürfen dabei alle Hilfsmittel und Bücher benutzen und werden natürlich auch von den Lehrkräften methodisch unterstützt. Zur dritten und vierten Runde treffen sich die ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam je ein Woche lang zu Vorträgen, Übungen, Experimente und zwei 5-stündigen Klausuren. Die besten vier Schülerinnen und Schüler stellen die deutsche Mannschaft für die Internationale Chemie-Olympiade. Diese Mannschaft vertritt Deutschland dann in den theoretischen und praktischen Klausuren, bei denen Bronze-, Silber- und Goldmedaillen erreicht werden können.

RaMa-Schülerinnen und -Schüler in der IChO

Seit ich 1997 ans RaMa kam, betreue ich Schülerinnen und -schüler bei den Aufgaben zur IChO. Das schwierigste dabei ist die Motivation aufrecht zu erhalten, wenn die Aufgaben unlösbar schwierig scheinen. Tatsächlich gehen sie, vor allem in der 2. Auswahlrunde, erheblich über das Schulwissen hinaus.

Folgende RaMa-Schülerinnen und Schüler nahmen bisher an (x) Auswahlrunden zur IChO teil (nach Jahrgängen geordnet):
Christian Abt (1), Pia Szilagyi (1)
Peter Bleith (6)
Sonja Abé (2), Sascha Eichendorff (1), Christian Moers (6)
Tim Bleith (7), Mareike Holland (6)
Anna-Maria Ciciliani (2), Ines Fry (3), Andrea Kuntschik (1), Stephanie Moers (5)
Dana Seminerio (2)
Tile Gieshoff (1), Anja Junges (1), Praval Kapoor (1), Yorck Mohr (7), Stefan Plösser (1), Julia Staubitz (5)
Niklas Bohn (3), Simon Jurkat (4), Daniel Müller-Klieser (3)
Stefanie Rasche (1), Anthea Arns (2), Louise Atzbach (2), Markus Schepers (2), Patrick Pfaff (2), Maher Abou Zeid (2)

Einen internationalen Erfolg errang Yorck Mohr 2009 mit der Bronzemedaille bei der 41. IChO in Cambridge.
Ein anderer Erfolg: Der Mädchen-Anteil bei der IChO am RaMa beträgt 46%, wesentlich mehr als in den überregionalen Mannschaften. Dies und die hohe Zahl der Teilnehmer/innen beweist die breite Akzeptanz der Chemie an unserer Schule.

Stand: Januar 2011 | Dr. Wolfgang Martin-Beyer

Der gegenwärtige Stand und die Zukunft 

Patrik Pfaff im deutschen Olympia-Team!

Patrick Pfaff zählte Anfang Juni bei der vierten und letzten Ausscheidungsrunde zurInternationalen Chemie-Olympiade in Kiel zu den vier besten Nachwuchs-Chemikern Deutschlands und wird das Land in Washington, DC (USA) vertreten. Patrick nutzte die Zeit nach dem mündlichen Abitur zur intensiven theoretischen und praktischen Vorbereitung, vielen Dank an dieser Stelle an Frau Welschof und das NaTLab-Team der Universität Mainz für die zur Verfügung gestellte Laborzeit. In der Runde der letzten 16 musste sich Patrick mit Schülerinnen und Schülern ganz Deutschlands messen, die zum Teil schon mehrfach an der vierten Runde oder auf internationaler Ebene an der IChO teilgenommen hatten oder bereits ein Frühstudium Chemie absolvieren. Vor diesem Hintergrund ist Patricks Abschneiden gar nicht hoch genug zu bewerten. Nach Yorck Mohr (Bronze 2009) ist Patrick Pfaff der zweite Ramaner, der mit der deutschen Mannschaft um olympische Medaillen kämpfen wird. Wir gratulieren zu diesem Erfolg und drücken alle Daumen für die Wettkämpfe Ende Juli. Wir würden uns freuen, wenn das RaMa auch im nächsten Jahr wieder beste Schule in Rheinland-Pfalz wird, die aktuellen Aufgaben gibt es unter

www.scienceolympiaden.uni-kiel.de .

Olympische Medaille für Patrick Pfaff

Zwei Wochen vor den Olympischen Spielen in London gab es schon die ersten Medaillen für Deutschland. In Washington DC/USA kämpfte die deutsche Delegation bei der Internationalen Chemie-Olympiade erfolgreich um Edelmetall. Wir freuen uns mit unserem Abiturienten Patrick Pfaff über seine Bronzemedaille, er gehört damit zu den besten 100 Nachwuchs-Chemikern weltweit. Wir wünschen ihm für sein Studium alles Gute und freuen uns, wenn weitere Schüler/innen des RaMas in seine und Yorck Mohrs Fußstapfen treten. An dieser Stelle sei auch dem Freundes- und Fördererkreis der Schule gedankt, der in den letzten Jahren einige Bücher zur Unterstützung unserer Olympioniken für die Bibliothek angeschafft hat. Sie haben Patrick bei der Vorbereitung auf die theoretischen Aufgaben, die Hochschul-Niveau hatten, sehr geholfen.

Stand : August 2012 | Dr. Anja Rösner, StR'

Die deutsche Mannschaft bei der Internationalen Chemie-Olympiade in Cambridge 2009 (v.l.n.r.): Florian Berger (Silber), Martin Strebl (Gold), Matthias Schmid (Silber), Yorck Mohr (Bronze) vom RaMa

Link zur IChO für weitere Informationen:
http://wettbewerbe.ipn.uni-kiel.de/icho/