Vernissage

Suche

Reisen - Jedermann reist doch gerne - oder?

Wer mit dem eigenen Auto in den Urlaub fährt, erlebt gleich zu Beginn ein besonderes Abenteuer. Denn auf der Autobahn - frei nach Herbert Grönemeyer - ruht still der 80-Kilometer-Stau. Dabei wird der Himmel grau. Und wann es weitergeht, weiß keiner ganz genau.

Eine ganz andere Erfahrung ist ab dem kommendem Jahr möglich: einmal um den Mond fliegen. Highlights sind sicher die Schwerelosigkeit und der Blick ins All, in den schwarzen Himmel. Es gibt insgesamt siebzehn Fenster, so dass jeder Passagier eine super Aussicht auf Planeten, Sterne und ferne Galaxien haben wird. Zwei Interessenten haben bereits gebucht. Die Kosten von rund 100 Millionen Euro pro Person lassen die Anzahl der Teilnehmerinnen oder Teilnehmer allerdings zusammenschrumpfen.

Aber es geht auch bescheidener, zum Beispiel mit einem Heißluftballon. Beim Start heben wir langsam ab und der Alltag bleibt am Boden zurück. Wir schweben majestätisch über die Landschaft und genießen die Ausblicke aus dem Ballonkorb und das faszinierende Gefühl von Romantik, Freiheit und Abenteuer.

Oder wir gönnen uns eine unvergessliche Südpolfahrt mit einem Eisbrecher. Wir sehen grenzenlose Eisflächen in Schneeweiß und Stahlblau, und die Strände sind voller Pinguine.

Ob nach Marrakesch, Mallorca, Mexiko oder zum Mond - Reiseveranstalter schnüren All-inclusive-Genusspakete zu exklusiven Traumurlauben mit unvergesslichen Abenteuern und buntem Programm! Wir dürfen besichtigen, lernen, entdecken, entspannen, genießen, um unvergessliche Reiseerlebnisse mit nach Hause zu nehmen.

Und wer es ganz schlicht haben will, bleibt zu Hause und genießt die Aussicht auf den Rhein oder interessante Baukräne.

Mit dem Thema "Reisen" haben sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 13 im Kunstunterricht auf vielfältige Weise auseinandergesetzt. Über 160 Arbeiten werden im Schulhaus ausgestellt.

Die Vernissage fand am Dienstag, 2. Mai 2017, um 19.30 Uhr im Musiksaal (Raum 303) des Rabanus-Maurus-Gymnasiums statt.

Programm:

  • Auszüge aus »Around the World in 80 Days« (von Otto M. Schwarz), RaMa Reeds and Brass, Leitung: Bettina Blockus und Elmar Middendorf
  • Begrüßung: Marieluise Noll-Ziegler, Schulleiterin
  • Reisegedichte, vorgetragen von Carla Piecyk und Oskar Fuchs, beide Klasse 6c
  • Ausführungen zum Thema: Nicolas Frank
  • Vorstellung einiger Bilder durch Schülerinnen und Schüler
  • Auszüge aus »Around the World in 80 Days« (von Otto M. Schwarz), RaMa Reeds and Brass, Leitung: Bettina Blockus und Elmar Middendorf
  • Eröffnung der Vernissage: Marieluise Noll-Ziegler

Im Anschluss lud die Schule zu einem kleinen Umtrunk ein.

Stand: Mai 2017 | Friederike Wiegand, OStR'

 

 

"Mit dem Ginkgo fing alles an!"

Die Historie der Vernissagen am RaMa

Ein schwerer Eisregen ließ 1996 einen von zwei Bäumen im Schulhof umstürzen. Grund genug, einen neuen, schönen und edlen Baum zu pflanzen: einen Ginkgobaum. Als 2001 dann der Freundes- und Fördererkreis 80 neue, schöne und teure Bilderrahmen spendete, folgte logisch die Idee, den exklusiven Baum zum Thema einer würdigen Kunst-Ausstellung zu machen. Damit lagen wir voll im Trend: Am 21. März 2002 öffnete in Weimar das erste Ginkgomuseum seine Tore. Und ab dem18. April 2002 hingen 113 Schülerarbeiten zum Thema „Ginkgo" in allen Fluren des Schulhauses. Eine festliche Vernissage mit Musik und Reden eröffnete die Ausstellung.

Was ursprünglich als einmalige Sonderveranstaltung gedacht war, wurde schnell zur Tradition.

Im Jahr 2002 hat die UNESCO das Obere Mittelrheintal als eine der großartigsten und ältesten Kulturlandschaften in das Weltkulturerbe aufgenommen. Klassenausflüge mit Bahn und Schiff an den Rhein zwischen Bingen und Koblenz waren vorprogrammiert. So bot die in über 2000 Jahren entstandene Kulturlandschaft mit Burgen, Weinterrassen, sakralen Bauwerken und Loreleyfelsen Anregungen für das Thema der nächsten Ausstellung: „Mittelrheintal".

Ein Aufschrei in Deutschland folgte der ersten PISA-Studie im Jahre 2000. Wer hätte das gedacht? Wir fragten uns, wie können wir nicht nur die Leistungen verbessern, sondern auch das Selbstbewusstsein unserer Schule, der Lehrerinnen, Lehrer und vor allem unserer Schülerinnen und Schüler stärken? Wie können wir dem Lernen Flügel verleihen? Das nahm die Kunstfachschaft wörtlich und verwirklichte den „Traum vom Fliegen". Engel, Fledermäuse, Insekten, Gleitschirme und Raketen regten fortan die Schülerinnen und Schüler zu Höhenflügen und künstlerischen Arbeiten an.

Seitdem legt die Kunstfachschaft jedes Jahr ein anderes, interessantes Thema fest. Anschließend arbeiten die Schülerinnen und Schüler fleißig an den unterschiedlichsten Kunstwerken. Vor den Osterferien leeren sich dann die Flure. Alle Bilderrahmen werden abgehängt. Sie bekommen einen neuen Inhalt. Und nach den Osterferien füllen die Bilderrahmen endlich wieder die Wände in allen Fluren und Treppenhäusern - eingeleitet durch eine ansprechende Vernissage. So erhält die Schule nicht nur ein schönes und ständig wechselndes Ambiente, sondern die Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen, Lehrer und Gäste gewinnen auch einen eindrucksvollen Einblick in die verschiedenen Aufgabenstellungen der Kunst.

 

Die Themen der Ausstellungen:

  1. Ginkgo (2002)
  2. Mittelrheintal (2003)
  3. Der Traum vom Fliegen (2004)
  4. Blau (2005)
  5. Afrika (2006)
  6. Schokolade (2007)
  7. Lärm und Stille (2008)
  8. Sonne (2009)
  9. Schrift (2010)
  10. Der Mensch als Maß aller Dinge? (2011, 450-Jahr-Feier)
  11. Wasser (2012)
  12. Märchen (2013)
  13. Götter, Helden, Heilige (2014)
  14. Naturform, Urbaum, Mythos Ginkgo (2015)
  15. Tanz (2016)
  16. Reisen (2017)

Das nächste Thema wird „Blumenzauber und Faunen" heißen. Die Vernissage zu dieser 17. Ausstellung wird in diesem Jahr am Donnerstag, 19. April 2018 stattfinden, in der zweiten Woche nach den Osterferien!

Stand: Januar 2018 | Friederike Wiegand, OStR’

Bilder aus den Vernissagen finden Sie bei unseren Fotogalerien.

 

 

Zeichnung von Paula Kutting, 11bk6